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Saluto...was? - was es mit der Salutogenese auf sich hat



Den meisten von uns ist die Pathogenese ein Begriff, kurz gesagt die Entstehung von Krankheit und deren Ursachen sowie Faktoren. Eliminieren wir diese Ursachen beziehungsweise die Faktoren, kann Gesundheit wieder entstehen.

Mit der Salutogenese nehmen wir eine andere Sichtweise an. Wir beleuchten die Entstehung und Erhaltung von Gesundheitsfördernden Aspekte unseres Seins. Salus ist lateinisch für Gesundheit/Wohlbefinden und genesis stammt vom griechischen Wort für Entwicklung ab. Es geht also um Gesundheitsentwicklung. Daraus kann man auch entnehmen, dass Gesundheit viel mehr ein immer laufender Prozess, als ein starrer Zustand ist.



„Salutogenese ist für mich mehr als ein theoretischer Begriff oder ein Erklärungsmodell. Salutogenese beinhaltet für mich Bewusstheit, Selbstbestimmung und Regulation. Tief in uns lebt der Trieb zur Selbsterhaltung, des Überlebens und des sich weiter-entwickeln-Wollens. Hätte der Mensch diese tief ins sich wohnende Vorwärtsbewegung dem Leben gegenüber nicht, wären wir als Spezies schon lange nicht mehr da. Der Aspekt der Salutogenese erweitert den Trieb, sprich die Vorwärtsbewegung durch die bewusste Wahrnehmung der eigenen Gesundheit und eröffnet dadurch die Möglichkeit, uns als ganzheitliches, sich gesund-erhalten wollendes Wesen wahrzunehmen.

Im Gegenzug zur Pathogenese, in der wir nach Fehlern suchen, gehe ich in meinem Praxisalltag gemeinsam mit den Klient*Innen auf den Weg, die eigenen gesundheitserhaltenden- sowie -fördernden Aspekte zu erforschen. Im Buch von Eckhard Schiffer „Wie entsteht Gesundheit“ wird die Salutogenese als Schatzsuche beschrieben, die uns ermöglicht, zu beleuchten was uns in unserem Gesundsein unterstützt und positiv begleitet. Ich würde mich freuen, wenn ihr euch davon inspirieren lasst.“ - Sonia



"Das Modell der Salutogenese ermöglicht es die Vorstellung loszulassen, der Mensch befinde sich entweder in einem Zustand der Gesundheit oder der Krankheit.

Vielmehr lässt es erkennen, dass wir uns in einem fliessenden Prozess dazwischen - mal mehr auf der einen - mal mehr auf der anderen Seite bewegen.

Um diesen Prozess im Praxisalltag sicht- und erlebbar zu machen, gehe ich gemeinsam mit Klient*innen, auf interaktive Schatzsuche nach Faktoren welche bereits vorhanden sind, ihnen gut tun oder sie benötigen um die Gesundheit zu fördern oder zu erhalten.

In der Craniosacral Therapie erfolgt dies, innerhalb der Körperarbeit und dem begleitenden Gespräch. Über die Selbstregulation und die ganzheitliche Körperwahrnehmung wird Klient*innen ermöglicht, Veränderungen und eigene Ressourcen zu erkennen, neue Erfahrungen zu machen, eigenverantwortliche Handlungskompetenzen und Resilienz zu entwickeln, sowie ihre Genesungskompetenz selbstkompetent in den Alltag zu transferieren" - Barbara



"Für mich als Naturheilpraktikerin ist die Diagnose, die Pathologie und auch der pathophysiologische Prozess, der hinter einer Erkrankung liegt, zwar nicht zu vernachlässigen, jedoch stellt sich daraus nicht meine Behandlungsgrundlage. Ich richte meinen Ansatz viel mehr auf das individuelle Empfinden des Betroffenen aus. Eine meiner Hauptfragen in der Anamneseführung ist auch: "Wie geht jemand mit einer Krankheit um?" Denn für mich ist das Individuelle und Eigene wichtig, um zu verstehen, welcher Weg möglicherweise wieder in Richtung Gesundheit führen kann. Grundsätzlich gehe ich nicht davon aus, dass Krankheit die Abwesenheit von Gesundheit bedeutet. Krankheit und Gesundheit existieren in meinem Verständnis vielmehr nebeneinander und im besten Fall so, dass Gesundheit den grösseren Anteil ausmacht. In meiner Arbeit spielt also vor allem auch die gesundheitsfördernden Faktoren eine Rolle - insbesondere die Unterstützung der Selbstheilungskräfte und der Lebenskraft, um dem ganzen Menschen einen möglichst umfassenden Schutz oder Stärkung seiner Gesundheit zu ermöglichen und so meine Klienten ganz im Sinne der Salutogenese zu behandeln." - Céline



Der Ansatz der Salutogenese ist also ein wichtiger Grundpfeiler in den ganzheitlichen Therapien. Krankheit kommt dann zum Tragen wenn beispielsweise die Selbstregulation überfordert ist. Das Kontinuum zwischen Gesundheit und Krankheit verschiebt sich auf die Seite des Krankheit-Pols. Wir sehen unsere Arbeit darin, Dich in der Stärkung und der Bewegung hin zum Gesunheits-Pol zu unterstützen. Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.


Herzlich

Sonia, Barbara & Céline


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