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Die heilsame Kraft der Berührung




Die Haut und das Nervensystem entwickeln sich aus dem selben Keimblatt. Dabei entsteht beim Embryo das innere Zentralnervensystem und in Verbindung dazu die Haut, welche wir als externes Nervensystem und Abgrenzung zur Aussenwelt betrachten. Die Haut ist unser grösstes Sinnesorgan und versorgt unser vegetatives Nervensystem mit wichtigen lebenserhaltenden Informationen. Berührung beinflusst unsere Entwicklung auf körperlicher, emotionaler und geistiger Ebene. Mit dem Tastsinn erleben wir von Anbeginn unser Selbst in Wechselwirkung mit der Umgebung und dem Gegenüber. Es ist die ursprünglichste Ausdrucksweise in der wir miteinaner kommunizieren.



Berührung ist nicht gleich Berührung


Berührungen können verschiedene Qualitäten haben. Es gibt angenehme und unangenehme Berührungen. Wie wir eine Berührung wahrnehmen wird von unserem Zentralnervensystem beurteilt. Es arbeitet mit verschiedenen Rezeptoren in unserer Haut zusammen und erhält diverse Informationen von ihnen. Mit diesen Rezeptoren spüren wir Wärme und Kälte, Strukturen und Texturen, Druckstärken, aber auch Richtung und Geschwindigkeit von Berührungen. So entscheiden wir unbewusst, ob die Berührung positiv oder negativ, angenehm oder unangenehm ist und können entsprechend darauf reagieren.



Warum tut Berührung gut?


Eine feste Umarmung oder liebevolles Kuscheln mit einem lieben Menschen - das sind Situationen, in denen die meisten von uns sich wohl fühlen würden. Unlängst ist auch wissenschaftlich belegt, dass passende Arten von Berührungen unser Wohlbefinden steigern, Schmerzen lindern und auch unser Immunsystem stärken können.

Wie oben schon angedeutet, lösen Berührungen in uns Gefühle aus. Im Gehirn führt die Aktivierung zur Ausschüttung des Hormons und Neurotransmitters Oxytocin. Dieses wird unter anderem auch als Glückshormon bezeichnet und löst auch direkt im Gehirn eine positive Empfindung aus. Zudem verschärft sich die Empfindlichkeit auf Endorphine. Folglich kommt es zum Abbau von Stresshormonen. Herzschlag und Atmung verlangsamen sich. Ein Wohlgefühl macht sich in uns breit und wir entspannen uns.



Berührung und ergänzenden Therapieformen


Im komplementär therapeutischen Kontext wird Berührung achtsam, sanft und gezielt angewandt. Dadurch wird die Selbstregulation und die vertiefte Selbstwahrnehmung angeregt und im therapeutischen Prozess integriert. Dies führt zu einer differenzierten Stressregulation sowie zu einer ganzheitlichen Förderung der Regulierung aller Körpersysteme.



Herzlich

Kilian, Sonia, Barbara & Céline

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